9. Juli: Schuljahresabschluss 2007/2008

Dank und Abschied

(Fotos: Klaus Böttcher / Ralph Werner-Dralle)


 

 

 

Das Schuljahr ist vorüber, die Koffer sind gepackt – aber zuvor musste noch „Auf Wiedersehen!“ und „Danke!“ gesagt werden.  Traditionell versammelte sich das Kollegium der HPS nach der Ausgabe der Zeugnisse am letzten Schultag im Aula-Foyer, wo am Abend zuvor noch bis in die späten Nachtstunden hinein gegrillt und gefeiert und danach von den Hausmeistern mit Volldampf umgebaut worden war, um für besonderes Engagement Dank zu sagen und um denjenigen Kolleginnen und Kollegen, die die HPS in Richtung Pension oder eine andere Wirkungsstätte verlassen, einen würdigen Abschied zu bereiten!

Umrahmt von der Kammermusikgruppe von Herrn Adamovicz nahm Schulleiter Hans-Jürgen von Maercker  einleitend einige Ehrungen vor, die vor allem dem ehrenamtlichen Engagement an der HPS galten, welches  zunehmend unverzichtbar für eine moderne Schule mit einem nennenswerten Angebot  werde.  In diesem Jahr ging dieser Dank der HPS vor allem an Frau Brink-Spalink, Frau Pollmann, Frau Sander-Thumann und Frau Willerts für ihren Einsatz auf so unterschiedlichen Gebieten wie der Teeküche,  zusätzlichen AG-Angeboten und der Nachmittagsbetreuung für die Klassenstufe 5/6.  Ebenfalls geehrt wurde die Schülerin Rebecca Wolf, die zusammen mit ihrer Freundin Sanna eine Klimaschutz-AG „von Schülern für Schüler“ ins Leben gerufen hat.

Dann wurde es für diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die die HPS verlassen und nun verabschiedet werden sollten, ernst!  Frau Jennrich – als Schulleitungsmitglied für die Organisation der Verabschiedungsfeiern zuständig, diesmal aber selbst „Objekt“ des Ereignisses – hatte sich eine etwas gelockerte Form überlegt, die noch mehr Lebendigkeit und Unterhaltsamkeit ermöglichen sollte. Die anwesenden „Delinquenten“ – Herr Schindler als dienstältester Pensionär, Frau Jäkel, Frau Jennrich, Herr Pichler und Frau Grübel – nahmen in einer Art „Talkrunde“ gegenüber dem Publikum Platz und wurden von Ralph Werner-Dralle durchs Programm geleitet.

Einleitend würdigte Frau Dralle, die die Fachgruppenleitung Spanisch übernommen hat, Wulf Schindler mit einer einfühlsamen Rede, die seine Qualitäten hervorhob, aber auch seine Ecken und Kanten, insbesondere gegenüber behördlicher „Gängelei“ und Vorschriften, nicht verschwieg.  Das umfassende Allgemein- und auf Spanien und die lateinamerikanischer Welt bezogene Spezialwissen Schindlers (Abibuch: „Mr. Allgemeinwissen!“) wurde von ihr besonders hervorgehoben: „Mit deinen Kenntnissen hättest du auch einen guten Professor abgegeben!“.  Die französische Fachobfrau Silke Behm schloss sich den guten Wünschen an und weitete den Abschied gleich noch auf Frau Grübel aus, die nach nur einem halben Jahr Zugehörigkeit zum HPS-Kollegium die Schule wieder verlässt.

Hildegard Jäkel musste sich ihren Ruhestand am 9.7. noch einmal schwer verdienen, denn  das Fachkollegium Chemie hatte sich eine echte Prüfung ausgedacht, die Frau Jäkels Neigung zu weiten Reisen und ihre fachliche Ausrichtung kombinierte: Im ersten Schritt waren chemische Elemente aus knappen Andeutungen heraus zu erschließen, die dann auf einer großen Weltkarte auch geographisch zugeordnet werden mussten.  Eckhart Pichler, der die HPS Richtung Gymnasium Harsefeld verlässt, bekam von seiner Biologie-Fachgruppe mittels einer launig-ernsten Powerpoint-Präsentation  vorgeführt, welch großartige  Arbeitsumgebung er im Begriff sei zu verlassen.  Leider  hatte der Vortrag keinen Einfluss mehr auf Herrn Pichlers Entschluss...!

Ingeborg Jennrich wurde von mehreren Seiten als Kollegin, Koordinatorin  und Mitfahrerin im PKW Richtung Hamburg aufs Korn genommen. Herr Storre und Herr Stenger hatten einen reichhaltigen Korb zusammengestellt, der mit allerlei unverzichtbaren Präsenten zur besseren Bewältigung des kommenden Alltagslebens gefüllt war.  Die witzigen Verse, mit denen sie die Präsentation des Korbinhalts  begleiteten, waren gelungen und brachten den beiden viel Beifall ein. Dann musste sich Frau Jennrich einem Live-Interview mit Herrn Werner-Dralle stellen,  bei dem sie selbst solch bohrende Fragen wie „Was hat die HPS in den letzten acht Jahren mit Ihnen gemacht?“ oder „Welche Ratschläge geben Sie der HPS für die Zukunft mit auf den Weg?“  locker und authentisch beantwortete. Es war ganz offensichtlich ihr Tag!  Das zeigte sich auch im Anschluss an das Interview, als sie nämlich als scheidende Russisch-Fachobfrau zu den Klängen von „Kalinka“ den Schulleiter von Maercker zu einem Tänzchen aufforderte. Ein Bild mit Seltenheitswert!  Eckehard Kootz und Matthias Hennig als Mitglieder der Hamburg-Fahrgemeinschaft an der HPS brachten dann mit Wortwitz und wunderbarem Vortrag Ingeborg Jennrichs  Qualitäten als Beifahrerin zu Gehör, - einer Beifahrerin, die mit Vorliebe die Themen der Unterhaltung vorgibt und maßgeblich bestreitet. Das reichte von Thema 1 („Junge Männer an Steuer“)  bis hin zu Thema 5 („Der Stau“).

 

Den Verabschiedungsreigen schloss der Schulleiter mit der Überreichung der Urkunden ab, wobei er noch einmal den Dank und die Anerkennung für die geleistete Dienstzeit aus den Dokumenten zitierte.

Bevor auch der Personalrat (Christoph Knebel, Jürgen Hakelberg, Ingrid Buttler) einen sorgenvollen und einen optimistischen Blick in die Zukunft der HPS warf,  einer angesichts vieler Abgänge und eines noch nicht ausreichenden Neuzugangs  durchaus noch mit schwacher Unterrichtsversorgung ausgestatteten und dadurch zur Verdichtung des Arbeitseinsatzes des Kollegiums  zwingenden Zukunft, nutzte die neue PR-Vorsitzende Ingrid Buttler die Gelegenheit der „großen Bühne“, um jetzt endlich den langjährigen PR-Vorsitzende Reiner Gade angemessen für seine immense Personalratsarbeit zu danken. Gade ergriff die Gelegenheit für einige rückblickende Worte, die deutlich machten, dass eine Personalratsarbeit in einer arbeitnehmerrechtlich ernsthaften Bedeutung an der HPS lange Zeit nicht selbstverständlich war, jetzt aber fest implementiert sei. Auch der Tatsache, dass der Personalrat für viele Schulleitungsmitglieder eine Station des beruflichen Aufstiegs gewesen sei, gewann er – neben einer kritisch hochgezogenen Augenbraue – durchaus auch positive Aspekte ab, da dies die gemeinsame Arbeit zum Wohl der Schule oft erleichtere.

Den fulminanten Abschluss bildete wie immer die geballte Power des Lehrerchors, der unter der musikalischen Leitung von Reiner Grubert mit einem umwerfenden Potpourri von Melodien und passend gedichteten Texten noch einmal alle Abschiedskandidaten liebevoll-augenzwinkernd besang!

 

...und dann: Ferien!